MEMORY EMPYRE is an interactive application that guides one through a fictitious game mechanics and makes the processes within it emotionally tangible. It functions like a classic adventure game, but in a poetic way makes one think about about ontological, psychological or sociological processes. MEMORY EMPYRE describes an interdisciplinary digital project in which various artists from different disciplines work together in cooperation with the University of Applied Sciences Düsseldorf and the exhibition space of „Institut für alles Mögliche“ in Cologne.
impersonalfigure
impersonalfigure ist ein interdisziplinäres Kollektiv, das an der Schnittstelle zwischen Literatur, zeitgenössischer elektronischer Musik, Buchkunst und performativen Inszenierungen arbeitet. Wir erforschen die Reichweite künstlerischer Techniken, die entstehen, wenn 3D-Designer*innen, Architekt*innen, Musiker*innen und Schriftsteller*innen aufeinandertreffen. Temporäre Allianzen, aber auch ein fester Nukleus aus Produzent*innen, gefasst im About Repetition e.V., stellen die personelle Ebene. Der Standort von impersonalfigure befindet sich in Düsseldorf, seine Akteur*innen kommen neben dem Rheinland aus Berlin, Tiflis/Georgien, Amsterdam und Wuppertal. Kuratorische Praxis, die Veröffentlichung von Tonträgern und Wissensaustausch sowie Vermittlung spielen eine zentrale Rolle in der täglichen Praxis des Kollektivs. In der Akademie wird diese Logik der Vermittlung und Vernetzung als künstlerische Praxis ausgeweitet. Wir möchten in die Stadt hineinwirken und mit ihrer lebendigen Kunstszene produktiv in Kontakt treten. Den Rahmen dafür bildet unser Projekt Memory Empyre.
Mit dem Projektvorhaben Memory Empyre wird ein interaktives, wachsendes Theaterstück entwickelt. Durch die Integration verschiedenster Akteur*innen wird es sich über die Zeit verändern und die Form eines lebendigen Werkkörpers annehmen. Der Künstler Henning Arend, der Musiker Philipp Höning und der Architekt Moritz Riesenbeck werden impersonalfigure an der Akademie repräsentieren.
Das Projekt basiert auf dem gleichnamigen, unvollendeten Roman des Berliner Literaten Erik Keil. Im Roman wird der Zusammenhang zwischen Subjekt, Gesellschaft und Architektur umkreist. Die Protagonist*innen treffen im Laufe der Erzählung auf eine gebaute Umwelt, die sich als alles verschlingendes, technisches Werkzeug – “der Apparat” genannt – herausstellt. Der Gedanke von Architektur als Mittel zum Zweck kapitalistischer Wertschöpfung konkretisiert sich im Text auf eine groteske Weise und nimmt die Form dystopischer Wucherungen an: Im Laufe der Geschichte entstehen Bildräume, in denen Gebäude zu geschlossenen Umwelten werden, die Ornamentik gebauter Strukturen entwickelt ein Eigenleben, Ideologien gerinnen zu Ritualen.
Wir möchten die Betrachter*innen mittels virtueller Realität, wahrscheinlich als Singleplayer, durch die fiktionalen Narrative führen, die sich im Laufe der Geschichte in vier Szenen entfalten. Diese setzt sich aus einer dreidimensional animierten, mit Hilfe von virtueller Realität begehbaren Umwelt und Architektur sowie elektronischem Klang und Sprache zusammen. Durch interaktive Punkte im virtuellen Raum werden, Erzählungen getriggert, Orte durch Besucher*innen beeinflusst und erschlossen. Im Projekt Memory Empyre wird der kollektive Ansatz des impersonalfigure-Kollektivs genutzt, um die Struktur dieses virtuellen Theaters zu entwickeln. Die Medien des elektronischen Sounddesigns, die Möglichkeiten des 3D-Modelling und die Textproduktion sollen durch die Kompetenzen der jeweiligen Mitglieder an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit gebracht werden. Über die drei Elemente SPRACHE, MUSIK, ARCHITEKTUR und deren Zusammentreffen in einer virtuellen Realität wird dieses interaktive Theaterstück dann erfahrbar. Der Text erfährt einen Transfer in von Schauspieler*innen gesprochene, von Musiker*innen interpretierte und von Architekt*innen gezeichnete Umgebungen. In jedem Story-Element entfalten sich auf Basis dieser drei Elemente Erfahrungs- und Assoziationsräume. Dabei wollen wir die Phasen und Elemente des Romans in künstlerische Produktionsstätten verwandeln: Jeder Ort im Roman eröffnet auf der Produktionsseite einen Raum für Kooperation zwischen Personen und Medien. Für das Publikum soll sich mit den Mitteln zeitgenössischer Medien das Feld eine Theaters eröffnen, in dem Literatur durch eine kollektive Anstrengung zur Form im virtuellen Raum wird.
exc is an anonymous artist collective founded in 2016 in Düsseldorf, Berlin and New York. exc works in the fields of installation, artistsbooks, short film and virtual reali-ty.