Unser Projekt „Eleven: Eleven“ beschäftigt sich mit dem Thema des “Limbus” und lässt sich dabei von Dantes Inferno inspirieren. In Dantes Erzählung befinden sich die Seelen in einem Zustand der Vorhölle und können weder in den Himmel noch in die Hölle gelangen. Dantes „Limbo“ wird als eine Domäne des Leidens beschrieben, die jedoch nicht von physischen Qualen geprägt ist. Hier verharren Seelen in einer ewigen Unvollständigkeit und streben nach etwas Unerreichbarem. Ähnlich untersucht das Projekt, wie sich Individuen in der heutigen Gesellschaft in einem Zustand des „Limbo“ gefangen fühlen können, gekennzeichnet durch passive Akzeptanz und fehlende Zukunftsperspektiven. Gesellschaftliche Strukturen tragen oft zu diesem Gefühl der Ungewissheit bei, indem sie Ungleichgewichte und ein Gefühl der Isolation erzeugen. Die Erkenntnis dieses Zustands führt dazu, dass Individuen die Diskrepanz zwischen ihrer aktuellen Situation und ihrer angestrebten Zukunft erkennen, einhergehend mit einer gestörten Wahrnehmung von Zeit und Raum.
„Wir, das Kollektiv Eleven, Lara Pilloni und Julia Monschau, sind zwei Tänzerinnen und Choreografinnen aus NRW, genauer gesagt aus Essen und Wuppertal, die ihre Leidenschaft für die Verschmelzung verschiedener Kunstformen und Hintergründe teilen. Unsere künstlerische Vision, sowie die verschiedenen Hintergründe, verbindet Elemente der Fotografie, der bildenden Kunst, der urbanen Künste und der Kampfkünste und schafft so eine große Bandbreite unterschiedlicher Ausdrucksformen.“
Ein Recherchevideo zum Projekt findet ihr in der Digitalen Agora.