FREIRAUM Salon #9

wie können Zwischenstände, Ergebnisse, Skizzen, Gedanken und konzeptionelle Konstrukte in den ephemeren Künsten abgebildet werden? Wie können Recherchen und Netzwerke sichtbar und erfahrbar werden? Wie kann die FREIRAUM-Idee vom interdisziplinären Kooperieren – jenseits des realen Raums – im Digitalen funktionieren? Wie können wir eine globale Community nachhaltig stärken und neu vernetzen? Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns schon länger und möchten uns ihnen im nächsten FREIRAUM Salon am Mittwoch, 18.5., 18 Uhr, gerne mit Euch gemeinsam widmen.

Der Anlass hierfür ist ein ganz konkreter: Auf der neuen Website des FREIRAUM, www.freiraumdigital.com soll in Zusammenarbeit mit dem nota e.V. ab September ein digitales Archiv entstehen, das Arbeitsprozesse und ggf. -ergebnisse, die „Spuren“, abbildet und archiviert. Um Eure Bedarfe und Bedürfnisse, Eure Erfahrungen, Expertisen und Input in die Entstehung dieses Archivs mit einfließen zu lassen, möchten wir unseren Arbeitsprozess öffnen und den nächsten Salon unter das Motto „FREIRAUM goes digital“ stellen. Gemeinsam mit Euch und mit nota e.V. möchten wir dann digitale Archivierungspraktiken – wie sie sind, wie sie sein könnten/sollten – thematisieren.

Digitale Archivpraxis für Künstler*innen

An der Schnittstelle zwischen Kunst, Wissenschaft und Informatik arbeitend, führt uns Birk Schindler und Paula Löffler vom nota e.V. in die Archivierung ephemerer Kunst ein. Die von Vereinsmitgliedern 2018 gegründete interdisziplinäre Forschungsgruppe notanarchive, eine Kooperation aus der Freien Theaterszene, der Informatik und der Restaurierungswissenschaft, forscht aktuell im Kooperationsprojekt „Archiv der Begegnungen“ mit dem documenta archiv. Im diesjährigen Netzwerk- und Strukturprojekt notanet, gefördert vom Fonds Daku, wächst nota als ein sozialer, technischer und ästhetischer digitaler Proberaum für die Freie Szene.

Gemeinsam mit Euch möchten wir an diesem Abend diskutieren, wie Künstler*innen und Wissenschaftler*innen von einem Raum für Archivpraxis profitieren können. Fragen der Speicherung prozesshafter Kunst spielen dabei ebenso eine Rolle wie Artist Empowerment – im Sinne Eurer Autorenschaft auch in Skizzen, Ideen und Konzepten – sowie Dezentralisierung. Das Archiv auf der neuen FREIRAUM-Website soll von und mit Künstler*innen gestaltet werden und gehört zu unseren Überlegungen zum Projekt einer „Digitalen Agora“, einer genreübergreifende Austauschplattform, gefördert durch das Förderprogramm TANZPAKT RECONNECT.